Archive for December, 2006

Tipps zu den mündlichen Maturen

Saturday, December 30th, 2006

Maturzeugnis

Nun ist es einige Tage her, dass ich die Bestätigung zum Bestanden-haben der Matur erhielt.
Schriftliche und mündliche Prüfungen gemeistert. Dreieinhalb Jahre Stress überstanden. Langsam beginne ich das ganze Spektakel zu begreifen, zumindest ansatzweise.

Nach den schriftlichen Prüfungen hat der Gymnasiast etwa zweieinhalb Wochen Zeit, um sich auf die mündlichen Prüfungen vorzubereiten. Eine grosszügige Frist, die vielen die Gelegenheit gibt, mit den Vorbereitungen anzufangen (nicht zu verwechseln mit “Vorbereitungen fortsetzen”). Das A und O dabei ist ein guter Zeitplan und ein starker Durchhaltewille. Beides traf auf die erste meiner Vorbereitungswochen nicht zu: Die Zeit verstrich, ohne das ich auch nur daran dachte, etwas für die mündlichen Prüfungen zu tun. Die gute Zeitplanung hatte bei mir versagt. Was nun für die restlichen Tage gefragt war, lautete: Selbsthärte, sprich, eine extreme Selbstdisziplin. Jeder dieser “freien” Tage begann um 08:00 Uhr und endete, mit angemessenen Pausen angereichert, um 21:00 Uhr auf (Mir half die Grafik des dritten Teils der “Perfekt Lernen”-Beitragsreihe erheblich weiter). Schlussendlich war ich vorbereitet; eine Steigerung des Vorbereiten-Seins wäre sicherlich möglich gewesen, aber dieser Umstand liess sich zu dieser Zeit nicht mehr ändern. Ich war also vorbereitet, und dennoch unbeschreiblich nervös. Normalerweise habe ich meine Nervosität im Griff und behalte einen ruhigen Kopf; aber nun war ich nervös; Schweiss drang durch jede Schweissdrüse meiner Hand; und ich hatte Konzentrationsschwierigkeiten. Das spielte sich vor der Prüfung ab, während der sogenannten Wartezeit. Denn jedes Mal wenn die Prüfung begann, war ich wie ausgewechselt. Die Nervosität war weg und fast gleichzeitig kam meine Konzentration wieder zurück. Und das Erstaunliche war: Es ging nicht nur mir so. Anscheinend hatte die Nervosität viele Maturanden vor den Prüfungen im eisernen Griff, liess sie aber mit göttlicher Gnade während der Prüfungen wieder los und schenkte ihnen nach den Prüfungen zudem noch das Gefühl der Erleichterung (Die Ironie dieses Satzes ist die Tatsache, dass ich ein bekennender Atheist bin). Für den Fall, dass sich der Tipp noch nicht so offensichtlich gezeigt hat: Eine gewisse (und vielleicht auch grosse) Anspannung ist vor den Prüfungen genauso normal wie natürlich. Sie wird sich, wie in meinem Fall, aber von selbst, wenn es darauf ankommt, lösen.
Ein weiterer Punkt der mir Sorgen bereitete war die Zeit: Fünfzehn Minuten. Auch wenn “900 Sekunden” nicht gerade als Lebenszeitspanne bezeichnet werden kann, bereitete mir dieses “neunhundert” doch einige Sorgen. Ich war überzeugt, dass es die längsten fünfzehn Minuten meines Lebens werden, und zwar bei jeder der 5 Prüfungen; und wieder wurde ich eines besseren belehrt. Jede, und auch wirklich jede, dieser fünf mündlichen Prüfungen war in einer unbeschreiblich kurzen Zeitspanne vorbei. Ich fühlte mich beim Verlassen des Prüfungsraumes, als wäre die Zeit mit doppelter, ja dreifacher, Geschwindigkeit verstrichen…
Nun, ich kann jedem Gymnasiasten versichern, dass alles halb so schlimm ist. Auch wenn mich solche Worte vor den Prüfungen nicht überzeugt, und ich sie nur mit einem leisen Lächeln zur Kenntnis genommen hatte.

Bestanden!

Wednesday, December 20th, 2006

Ende gut - alles gut, oder?

Sunday, December 17th, 2006

Halbzeit

Friday, December 15th, 2006

Ein verspäteter Rückblick auf die schriftlichen Maturen

Sunday, December 3rd, 2006